Innova pausiert

Initiatoren planen Novellierung

Seit dem Jahr 2004 loben die Ostharzer Volksbank eG und die Hochschule Harz den INNOVA-Preis aus. Dieser dient dem Ziel, herausragende Innovationen von Unternehmen der Harzregion und des Altlandkreises Aschersleben zu würdigen und den Standort mit seinen Leistungsstärken nach außen zu repräsentieren. Der Preis ist mit 10.000 EUR dotiert. Mittlerweile haben fünf Preisträger der Region die INNOVA erhalten. 

Gemeinsam erklären die Initiatoren Ostharzer Volksbank eG und Hochschule Harz, im kommenden Jahr den INNOVA-Wettbewerb ruhen zu lassen. 

Im Jahr 2012 soll eine Neuausrichtung des Preises erfolgen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Preisverleihung vom einjährigen auf einen zweijährigen Rhythmus verändert, so dass Innovationen in den Unternehmen besser etabliert werden konnten. Weiterhin ist festzustellen, dass sich die Unternehmen der Region grundsätzlich neu ausrichten und grundlegende Veränderungsprozesse als Folge des demografischen Wandels und des Mangels an Fachkräften durchlaufen. Diese Veränderungsprozesse werden, so sie denn gezielt vorangetrieben werden, nachhaltig wirken, neue Potenziale im Mittelstand freisetzen und damit Unternehmen zukunftsfähiger machen. Auch daraus ergeben sich Ansatzpunkte für eine Novellierung des INNOVA-Preises. 

Bei der Novellierung soll die gesamte Harzregion einschließlich der Stadt Aschersleben noch besser einbezogen, sollen verbindende Elemente herausgearbeitet werden, um Firmen mit ausgesprochener Leistungskraft und hoher Kompetenz ein angemessenes Gewicht zu geben. 

Dabei müssen bisherige Kooperationen zwischen Wirtschaft, Kultur, Gesundheitswesen und Bildung im Interesse der gesamten Infrastruktur unserer Harzregion verbessert werden. 

Einen ersten Schritt gehen die Vorstände der Ostharzer Volksbank, indem sie einen Stipendiaten der Hochschule Harz in der Fachrichtung BWL/Finanzwissenschaften auf der Grundlage des Deutschlandstipendiums ab 2012 für die Dauer seines Studiums unterstützen.

Die Vorstände der Ostharzer Volksbank eG Josef Dahl und Bernd Grund äußerten, dass dies die Chance eröffnet, junge hoch qualifizierte Nachwuchskräfte in der Region zu halten. Darüber hinaus profitiert die gesamte regionale Wirtschaft durch den Aufbau von Netzwerken. 

Gleichfalls äußerte Hochschulrektor, Prof. Dr. Armin Willingmann: „Mit der Übernahme einer Förderung im Rahmen des Deutschlandstipendiums wird ein wichtiges Signal in Richtung „Fachkräftesicherung“ gesetzt. Dabei sieht sich die Hochschule Harz in der Pflicht, leistungsfähige und –bereite Studierende zur Bewerbung um ein „Deutschlandstipendium“ zu ermutigen und die ausgewählten Stipendiaten in Kontakt zu ihren Förderern zu bringen.“