250 km Richtung Süden

Steife Brise beschert Romy den Sieg

Bevor beim 33. Quedlinburger Waldlauf der Startschuss für den Quedellauf fiel, ließen die jüngsten Läuferinnen und Läufer für einen Weitflugwettbewerb heliumgefüllte Luftballons steigen. Über 220 bunte Ballons stiegen in den Himmel und alle mit einer wichtigen Nachricht versehen. „Wer mich findet, der schickt bitte die angehängte Postkarte an den Absender zurück“

Da der Quedlinburger Waldlauf von der Ostharzer Volksbank e.G. gesponsert wird, fand dort jetzt auch die Siegerehrung für den Ballonweitflug statt. Konrad Sutor, 1. Vorsitzender der TSG GutsMuths 1860 Quedlinburg e.V. und Klaus Raymund, Prokurist bei der Regionalbank, hatten sich zur Übergabe noch Verstärkung geholt. Der „Quedel“, das Maskottchen für die jüngsten Läufer im Kita-Alter, ließ es sich nicht nehmen, die Preise und Geschenke mit auszuteilen.

Von 220 gestarteten Luftballons haben sich 30 Finder gemeldet. „An diesem Tag muss ein heftiger Nordwind geweht haben, denn alle Rückmeldungen stammen aus dem Süden“, so Sutor. Eine Deutschlandkarte mit den markierten Fundorten machte dies deutlich. Über den Thüringer Wald bis in die Nähe von Nürnberg flog der weiteste Ballon. Die Sechsjährige Romy Mzyk aus der Kita Süderstadt konnte den 1. Preis stolz mit nach Hause nehmen.

In Tuchenbach, einer Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Fürth, landete ihr weißer Ballon. Gefunden wurde dieser von Hans Vogl, als er mit seinem Fahrrad unterwegs war. Da der Franke selbst eine Enkelin im gleichen Alter hat und Erfahrung mit derartiger Luftpost besitzt, war es für den Rentner selbstverständlich, die Luftpostkarte zurückzuschicken. Auch für ihn gab es eine besondere Überraschung Konrad Sutor überbrachte dem Finder des am weitesten geflogenen Luftballons persönlich ein Überraschungspaket mit Harzer Spezialitäten, gesponsert von der „Ostharzer Volksbank".

                                                                                                                                                             (WochenSpiegel vom 12.09.2012)