Deutsche setzten auf´s Eigenheim

Résumé zum Weltspartag

„Nach wie vor sind wir Deutsche umsichtige Sparer“, sagt Bernd Grund – Vorstand der Ostharzer Volksbank eG. „Allerdings haben die privaten Haushalte angesichts der soliden Verfassung der deutschen Wirtschaft und des stabilen Arbeitsmarktes im letzten Jahr keinen Anlass gesehen, ihre Sparanstrengungen zu steigern. Die Sparquote fiel daher um einen halben Prozentpunkt auf 10,4 Prozent“, erläutert Grund weiter.

Trotz dieses Rückganges befinde sich die Sparquote der Deutschen aber noch auf vergleichsweise hohem Niveau. In diesem Jahr dürfte die Sparquote ähnlich hoch sein, schätzt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seiner aktuellen Studie anlässlich des Weltspartages am 30. Oktober 2012.

Der bundesweite Trend zur Bildung von Sachvermögen hat sich hingegen im vergangenen Jahr fortgesetzt. “Viele nutzen die günstigen Finanzierungsbedingungen, um sich den Traum eines Eigenheimes zu erfüllen. Auch die Euro-Schuldenkrise hat die Neigung zu Sachanlagen erhöht“, so der Bankvorstand. Die Ostharzer Volksbank eG spürt diesen Trend ebenfalls.

Die Kehrseite der zunehmenden Neigung in Sachwerte zu investieren, ist eine sinkende Geldvermögensbildung. Bundesweit waren dies mit 147,6 Milliarden Euro 6,2 Milliarden Euro weniger als 2010. Beim deutschen Sparer waren in 2011 vor allem Bankeinlagen gefragt. Knapp die Hälfte aller Mittel landete bei Kreditinstituten, bevorzugt in kurzfristig kündbare Anlageformen. Bei Sparbriefen verhielt es sich ähnlich. Nachdem diese in den Jahren 2009 und 2010 zum Teil deutliche Abflüsse hatten verzeichnen müssen, investierten die privaten Haushalte im vergangenen Jahr 10 Mrd. Euro in diese Anlageklasse. Aktien und festverzinsliche Wertpapiere verzeichneten in 2011 unterm Strich nur einen geringen Zufluss.

Im Übrigen sind Kundeneinlagen und hauseigene Inhaberschuldverschreibungen bei der Ostharzer Volksbank eG durch die BVR-Sicherungseinrichtung zu 100 Prozent und ohne betragliche Begrenzung geschützt.