Juwelen auf Berufsfindung

Sterne des Sports starten in die zweite Runde

Vergangenen Freitag ging das JUWEL-Projekt des SV Langenstein in die nächste Phase. Bei der Firma Stabakon in Blankenburg erhielten die Kinder der E- und D-Jugend umfassende Einblicke in die dortigen Berufsfelder. Unter der fachkundigen Leitung von Geschäftsführer Wolfgang Baake und dem stellv. Vereinsvorsitzenden Sebastian Knobbe durchliefen die Kinder mehrere Arbeitsgänge und wurden selbst aktiv.

Nie waren die Chancen auf eine Ausbildung im Wunschberuf größer. Dennoch werden etwa ein Viertel der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Die Gründe hierfür sind vielseitig. „Oftmals haben die Jugendlichen keine genaue Vorstellung vom Wunschberuf. So wird der vermeintliche Traumberuf schnell zum Albtraum.“ erklärt Andreas Langanke von der Ostharzer Volksbank.

Der SV Langenstein von 1932 e.V. greift diese Problematik mit dem Projekt „Juwel“ (Jugend – Wirtschaft - Eltern) auf und bietet neben dem Vereinssport auch Berufsfindungstage bei regionalen Partnerfirmen. Das fördert nicht nur die persönliche Entwicklung, die Bindung zum Verein und hilft bei der späteren Berufswahl, es ist zugleich der Beitrag des SV Langenstein dem demografischen Wandel entgegen zu wirken. Dieses ehrenamtliche Engagement der Langensteiner wurde von der Ostharzer Volksbank eG mit dem Stern des Sports in Bronze ausgezeichnet und ist nun ein starker Kandidat auf Landesebene. Insgesamt hatten sich 97 Vereine aus Sachsen-Anhalt beworben. Kommenden Montag wird der mit 2.500 Euro dotierte silberne Stern des Sports von Innen- und Sportminister Holger Stahlknecht verliehen. Gleichzeitig ist der große Stern die Eintrittskarte nach Berlin, wo die Sterne des Sports in Gold von Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Bundespräsident Joachim Gauck verliehen werden.