Bilder: Kai Bienert, Meike Engels & Ostharzer Volksbank eG

Der TSV SCHOTT Mainz e.V. hat am 13.01. in Berlin den mit 10.000 Euro dotierten „Großen Stern des Sports“ in Gold 2013 des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken erhalten. Vizekanzler Sigmar Gabriel verlieh die Auszeichnung gemeinsam mit dem neuen DOSB-Präsident Alfons Hörmann und dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, am Morgen in der DZ BANK am Brandenburger Tor. Die „Sterne des Sports“ wurden bereits zum zehnten Mal vergeben. Sigmar Gabriel war kurzfristig für die verletzte Bundeskanzlerin Angela Merkel eingesprungen.

Der TSV SCHOTT Mainz wird von der Mainzer Volksbank eG begleitet und hat ein wissenschaftlich fundiertes Bewegungsprogramm für Kinder zwischen drei und acht Jahre entwickelt. Der Bundessieger überzeugte die Jury mit seinem Konzept “Kindersport-Akademie als Basis einer ganzheitlichen Jugendförderung“. Damit will der Verein den Grundstein für lebenslange sportliche Aktivität legen und nachhaltig den Spaß an der Bewegung wecken.

Insgesamt wurden 18 Sportvereine aus ganz Deutschland für ihr gesellschaftliches Engagement geehrt. Die Vereine hatten sich als Landessieger und Gewinner eines „Großen Stern des Sports“ in Silber für das Finale qualifiziert. „Die ‚Sterne des Sports‘ stehen für die Ganzheitlichkeit des Breitensports und zeigen, dass die Sportvereine über alle Alterstufen und Unterschiede hinweg im besten Sinne des Wortes unbezahlbare gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, sagte DOSB-Präsident Hörmann: „Dieses Engagement wird in unseren 91.000 Sportvereinen Tag für Tag durch 8,8 Millionen ehrenamtlich und freiwillig tätige Menschen gelebt. Dafür sagen wir ein herzliches Dankeschön.“

BVR-Präsident Fröhlich lobte ebenfalls den Einsatz der Vereine: „Als regional verankerte und engagierte genossenschaftliche Kreditinstitute unterstützen wir diese Form des bürgerschaftlichen Engagements gern.“

Der Todtglüsinger SV von 1930 e.V. aus Niedersachsen schaffte es auf den zweiten Platz; begleitet von der Volksbank Lüneburger Heide eG konnte der Verein ein Preisgeld von 7.500 Euro entgegennehmen. Der Verein unterstützt straffällig gewordene Jugendliche bei der Resozialisierung. Während ihres Freizeitarrestes und bei der Ableistung von Sozialstunden können sie beim Todtglüsinger SV Sport treiben, lernen so ein anderes Umfeld kennen und knüpfen neue Kontakte. Den mit 5.000 Euro dotierten dritten Platz belegten die Turn- und Sportfreunde Xanten 05/22 e.V. (Volksbank Niederrhein eG). Der Verein bemüht sich seit fast 25 Jahren um kulturelle und soziale Integration und arbeitet mit Schulen, Jugendeinrichtungen, Übergangsheimen, der „Tafel“ und anderen Organisationen zusammen.

Zu den Juroren zählten DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch, BVR-Pressesprecherin Melanie Schmergal, der Leiter Sport des ARD-Morgenmagazins, Uwe Kirchner, der ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky, die Leiterin des Aktuellen Sports im ZDF, Christa Haas, der Sportchef der FAZ, Anno Hecker, der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ Moritz Müller-Wirth, der Sportchef der Deutschen Presse-Agentur, Sven Busch, und Klaus Hebborn vom Deutschen Städtetag.

Die ausgezeichneten Vereine hatten sich in dem dreistufigen Wettbewerb zuvor auf der Lokal- und Landesebene durchgesetzt und erhielten bereits die „Großen Sterne des Sports“ in Bronze und Silber. Insgesamt beteiligten sich bundesweit mehr als 2.500 Sportvereine mit einer Bewerbung bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Der Wettbewerb umfasst zehn Themenfelder, in denen sich die Vereine bewerben können. Das Spektrum reicht von Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen über Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis zur Förderung der Leistungsmotivation.

Der DOSB und die Volksbanken und Raiffeisenbanken schreiben die „Sterne des Sports“ seit 2004 jährlich aus. Durch die Prämierungen auf Orts-, Landes- und Bundesebene flossen den teilnehmenden Vereinen bisher fast fünf Millionen Euro zugunsten ihres gesellschaftlichen Engagements zu. Schon in den nächsten Wochen startet auf lokaler Ebene die Ausschreibung für die „Sterne des Sports“ 2014.

SV Langenstein von 1932 e.V. - JUWEL (Jugend, Wirtschaft, Eltern)

Die Frage, wie man den eigenen Nachwuchs langfristig an die Region binden kann, hat zwei Jugendtrainer des SV Langenstein auf die Idee gebracht, die Jungen mit Firmen aus der Region zusammenzubringen. Wer Zuhause gute Jobperspektiven hat, geht nicht weg und
bleibt auch dem Verein treu, so ihr Gedanke. Nach Absprache mit der Vereinsführung entstand
daraus die JUWEL-Initiative, bei der neben den jungen Fußballern auch ihre Eltern und die regionale Wirtschaft einbezogen werden.


Alle acht Wochen besuchen jeweils vier bis fünf Jungen der E- und D-Jugend im Rotationsprinzip mit ihren Trainern einen Betrieb im Harz. Sie lernen dort den ganz normalen Arbeitsalltag kennen. Bisher waren sie in einer Tischlerei und einem Stahlbaubetrieb. Als zusätzlicher Anreiz entsteht bei diesen Besuchen eine Torwand für den Verein.


Die Unternehmen in Langenstein und Umgebung melden sich mittlerweile von sich aus beim
Verein und schlagen eine Zusammenarbeit vor. Darunter auch die Ostharzer Volksbank eG
und ein regionaler Fernsehsender. Für den Verein ist die JUWEL-Initiative aber auch ideal, um
Kontakte zu Sponsoren zu pflegen und zu vertiefen. Die Eltern der Nachwuchsfußballer stehen
voll und ganz hinter der Idee. Zur Saison 2013/2014 konnte allein die E-Jugendmannschaft vier
Neuanmeldungen verzeichnen, die auf die Maßnahme zurückzuführen sind.


Die Initiative ist langfristig angelegt und soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.
Dabei nutzt der Verein moderne Kommunikationsformen wie Facebook und Twitter, um gerade
die Jugendlichen zu erreichen und anzusprechen.


Der SV Langenstein hat mit JUWEL eine Maßnahme entwickelt, die eine praktische Ergänzung
des „Handlungskonzepts für eine nachhaltige Bevölkerungspolitik“ des Landes Sachsen-Anhalt
ist.