Orient trifft auf „Fair bringt mehr“

Miriam Lundner Grundschule setzt Zeichen für Toleranz

Bereits zum siebten Mal haben die Volksbanken Raiffeisenbanken in Sachsen-Anhalt Kindergärten und Schulen dazu aufgerufen, sich mit Projekten bei „Fair bringt mehr – Der Wettbewerb für mehr Miteinander“ zu beteiligen. Eine der schönsten und zugleich tiefgründigsten Bewerbungen steuerte die Miriam Lundner Grundschule aus Halberstadt bei. Hierfür erhielt sie einen Sonderpreis auf regionaler Ebene von der Ostharzer Volksbank eG.

„Brücken zwischen Menschen können nur entstehen, wenn man sie kennenlernt, ihre Religionen, Traditionen und Bräuche, wenn man mit ihnen lernt, spielt und feiert.“ Um diese Idee mit Leben zu füllen, pflegt die Schule intensive Kontakte zu ehemaligen Halberstädtern und ihren Nachkommen in Israel aber auch eine aktive Partnerschaft mit der jüdischen Grundschule "Heinz Galinski" in Berlin sowie der Moses Mendelssohn Akademie in Halberstadt. Angeregt durch den intensiven Kontakt feierte die Grundschule in diesem Jahr zum dritten Mal Purim, ein jüdisches Volksfest welches auf lustige Weise an die Errettung des jüdischen Volkes im 5. Jahrhundert v. Chr. erinnert.


Passend dazu wurde ein Theaterstück aus dem Buch Esther aufgeführt. Einstudiert wurde das Stück von Angelika Brücke und Sabine Wenske. Ähnlich wie bei den Stars und Sternchen aus Hollywood war es den pädagogischen Mitarbeiterinnen wichtig, dass die Kinder in ihre Rollen eintauchen. Daher wurde der Text auch nicht stupide auswendig gelernt. Viel mehr wurde die Handlung gemeinsam besprochen und im Kontext kindgerecht aufgearbeitet. So konnte jeder der kleinen Schauspieler seine eigene Persönlichkeit einbringen. Davon konnte sich auch Sandra Bollmann von der Ostharzer Volksbank eG überzeugen. Als Dankeschön für den mit 300 Euro dotierten Sonderpreis spielten die Kinder einige der Schlüsselszenen spontan nach.


Schulleiterin Bettina Oelmann ist sich sicher, „Werte und Ideale werden im Alter bis 6 Jahre vermittelt und später vertieft und gefestigt“. Mit der Purimfeier und der damit verbundenen Aufführung der Esther-Geschichte trägt die Schule dazu bei, jüdische Traditionen und Volksgut pädagogisch und kindgerecht aufzuarbeiten. Mehr Fairness geht kaum, weiß auch Bernd Grund, Vorstand der Ostharzer Volksbank eG. Der Erfolg solcher Projekte steht und fällt mit dem Engagement der Lehrer und Sozialarbeiter. "Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder, Werte und Ideale, für die es sich einzusetzen lohnt. Unsere Bildungseinrichtungen nehmen dabei eine wichtige Schlüsselfunktion ein und formen das Leben vieler junger Menschen maßgeblich. Mit vielen Projekten und Aktionen fördern Sie das Miteinander der Kinder über den Schulalltag hinaus. 'Fair bringt mehr' rückt diese Verantwortung in den Fokus der Öffentlichkeit und sorgt so für die Anerkennung, die unsere Bildungseinrichtungen für ihr Engagement verdienen.“ - so Grund weiter.