Harzer Volksbank eröffnet Filiale in der Kinderstadt Andershausen

Ökogarten in Quedlinburg fest in Kinderhand

Die Kinderstadt Andershausen öffnet am Dienstag, 19. Mai, um 10 Uhr ihre Pforten. Für vier Tage wird das Gelände des Ökogartens in Quedlinburg fest in Kinderhand sein. Bis zum 22. Mai leben und arbeiten die Kinder in einer Stadt ohne Erwachsene. In unterschiedlichsten Berufen verdienen sie das Geld, das sie für den Alltag benötigen.

In diesem Jahr wird die Kinderstadt Andershausen elf Jahre alt. Andershausen wird zu einer kleinen Enklave inmitten der Welterbestadt Quedlinburg! Um in die Stadt zu gelangen, die mittlerweile so groß ist wie drei Fußballfelder, müssen die Besucher zu erst in das Einwohnermeldeamt. Kinder erhalten hier einen Ausweis. Von einem Passbildmaler wird ein Portrait gezeichnet. Erwachsene können ein Einreisevisum für eine halbe Stunde kaufen. Nach dem Stadttor ist die Jobbörse erster Anlaufpunkt. Hier warten auf die Kinder Jobs, wie Tischlerin, Koch, Bäckerin, Tierpfleger, Fußballtrainerin, Müllfahrer, Verkäuferin, Kosmetiker, Polizistin, Arzt… Wer zuerst auf die Universität geht und dort eine Prüfung ablegt, macht die Erfahrung, im Anschluss einen höheren Verdienst zu haben. Zahlungsmittel ist in Andershausen der „Quedel“ (an die Quedlinburger Stadtgeschichte angelehnt), der von Kindern jährlich neu entworfen wird. Nach einer halben Stunde der Berufstätigkeit steht das Kind vor der Entscheidung, die verdienten Quedel im Laden, im Restaurant, auf dem Standesamt, in der Fahrschule, im Zirkuszelt, im Tattoostudio, im Frisörladen…auszugeben.

In den Werkstätten der Glasmalerei malen die Kinder das Christliche Heilige auf Glas, die in der Nachbarstadt Quedlinburg zum historischen Stadtbild gehören. Angebote wie: chinesischer Schwerterbau, Improtheater, grüne Smoothies, schwebende Gärten, Schokoladenfabrik, Yoga, Kräutersalben usw. können die Kinder als Tätigkeit (bezahlen sie mit Quedel) bzw. als Arbeit (erhalten sie Quedel) erleben.

Auf offenem Feuer und in riesigen Töpfen kochen die Kinder täglich vierhundert Mittagessen. Gleich daneben können sie Cocktails kreieren oder eine selbstgebackene Waffel verschlingen.
Die Kinder nehmen neben den vielen Eindrücken zudem noch beutelweise Gekauftes und Selbsthergestelltes mit nach Hause und es ist für alle eine Erinnerung an diese intensive Zeit.
Begleitet werden die Kinder von 50 ehrenamtlichen JugendgruppenleiterInnen und 20 BetreuerInnen.

Viele Einrichtungen wirken an der Kinderstadt mit. Neben den Jugendfreizeiteinrichtungen sind die Berufsschule, das ev. Kirchspiel sowie die Kitas und Horte mit eingebunden. Unterstützung erhält die langjährige Aktion dabei von der Harzer Volksbank eG.

Quelle: www.quedlinburg.de