Weg aus der Niedrigzinsfalle

7. Zukunftsportal Harz informiert über aktuelle Finanzmarktentwicklung

Stefan Bielmeier (Chefvolkswirt und Bereichsleiter Research der DZ BANK) beleuchtete bei der 7. Auflage des Zukunftsportal Harz am 23.03. die konjunkturelle Entwicklung in Europa, den USA und den Emerging Markets, bewertete die Trends an den internationalen Finanzmärkten und bezog vor rund 250 Gästen Stellung zu Politik und Wirtschaft.

Gut besucht - Etwa 250 Gäste folgten dem Vortrag von Stefan Bielmeier

Nie zuvor war der Traum von den eigenen vier Wänden günstiger. Das Autofahren macht bei Benzinpreisen um 1.37 Euro wieder spaß und dank gut gefüllter Auftragsbücher sind Unternehmer vielerorts aufgeschlossener beim Thema Lohnerhöhung. „Kurzum die Portemonnaies vieler Bundesbürger wurden in den vergangenen Jahren entlastet. Und dennoch sind die Sparanstrengungen insgesamt rückläufig.“ erklärt Bielmeier. Wohin mit dem Geld? Diese Frage stellen sich im Moment viele Sparer. Die Zinsen auf klassische Spareinlagen sind auf einem historischen Tiefstand und ein Ende der Niedrigzinsphase ist nicht in Sicht. „Um der Niedrigzinsfalle zu entkommen, gibt es kein Patentrezept und auch keine Anlagestrategie von der Stange.“ fasst Heino Oehring, Vorstand der Regionalbank zusammen. Das gilt für Privatanleger genauso wie für die Bank selbst. „Wenn ihre Harzer Volksbank heute bei der EZB Geld hinterlegt, dann muss diese unter Umständen Zinsen zahlen.“ erklärt der DZ Banker. Die Europäische Zentralbank setze damit die Banken unter Druck, Gelder zur Kreditvergabe zu verwenden. „Das geht so weit, dass man in Dänemark für die Aufnahme einer Hypothek zum Hausbau Geld von der Bank bekommt.“ so Bielmeier weiter. Von einer Investition rät er dennoch ab. Trotz Rekordhoch des DAX sieht er hier das größte Potenzial beim Thema Geldanlage, da er eine Leitzinsanhebung der EZB mittelfristig nicht erwartet.

Ein Tag nach der Wahl - Die Vorstände der Harzer Volksbank und Stefan Bielmeier gratulieren zum Wahlerfolg