Von Amerika über China bis nach Ilsenburg

Siebter Volksbank-Salon thematisierte viele Themen

Von Uljana Klein/Stadt Ilsenburg - Zum siebten Mal hatte die Harzer Volksbank in Ilsenburg zum Volksbank-Salon geladen. Rund 40 Unternehmer und Gewerbetreibenden der Stadt Ilsenburg und umliegender Orte kamen mit dem Volksbank-Vorstand und Ilsenburgs Stadtoberhaupt ins Gespräch.

Hans-Heinrich Haase-Fricke (links), Vorstandssprecher der Harzer Volksbank, eröffnete den siebten Ilsenburger Volksbank-Salon, bei dem Unternehmer aus Ilsenburg und umliegenden Orten zusammenkamen und über die Entwicklungen der Wirtschaft, der Ilsestadt und des Geldmarktes miteinander diskutierten - mit dabei Denis Loeffke (zweiter von links), Bürgermeister der Stadt Ilsenburg.

Im Mittelpunkt des Abends standen die aktuellen Entwicklungen am Geldmarkt und in der Ilsestadt. Mit einer kurzweiligen Einschätzung zur aktuellen und perspektivischen Lage eröffnete Hans-Heinrich Haase-Fricke, Vorstandssprecher der Harzer Volksbank, den siebten Salon. In einer Art Rundumschlag sprach der Bankvorstand viele für die Wirtschaft relevante Themen an. „Es ist nicht ganz einfach“, umschrieb Hans-Heinrich Haase-Fricke  die Sachlage. „Höhere Zinsen werden nicht kommen“, blickte Haase-Fricke in die Zukunft. Optimistische Worte fand der Banker dennoch. „Wir werden, was das ganz normale Leben betrifft, in den nächsten Jahren keine Inflation bekommen“, wagte Haase-Fricke einen Ausblick. Zu einer Preissteigerungsrate käme es lediglich, wenn der Ölpreis stiege. Die weltweite Konjunktur beurteilte der Vorstandssprecher der Harzer Volksbank aus deutscher Sicht als positiv. „Wir sind Exportweltmeister, weil wir unsere Hausaufgaben gemacht haben“, spielte Haase-Fricke etwa auf die Agenda 2010 an. Von den USA bahnte sich Haase-Fricke  in seinem Referat einen Weg über China, um schließlich in Ilsenburg zu landen. Haase-Fricke: „Ilsenburg lebt zu einem großen Teil von der Autoindustrie.“ Von daher sei der chinesische Markt mit seinen Wachstumschargen auch für die Ilsestadt wichtig. Haase-Fricke ist sich sicher, dass das Bargeld den Deutschen nicht abhanden kommt. „In vielen Branchen geht es gar nicht ohne Bargeld, denken wir nur an den Gebrauchtwagenhandel.“

Mit einer gewissen Zufriedenheit, wie es Haase-Fricke nannte, können die Unternehmer der Region auf die letzten 25 Jahre zurückschauen. „Es ist jedes Jahr besser geworden. Mit den Umsätzen in unserer mittelständischen Wirtschaft ist es aufwärts gegangen, aber auch mit den Arbeitsplätzen“, so Haase-Fricke. Aus Bankensicht seien zudem die Geschehnisse in der Harzregion positiv zu bewerten, so der Vorstandssprecher – und erinnerte an die Aufnahme in den neuen Bundeswegeplan, an die Bündelung der Synergien in der Initiative „Ein Harz“ und daran, dass bald auch eine Autobahn im Harz vorhanden sei. „Für unsere Standorte ist das toll.“ Mit einem starken Bekenntnis äußerte sich Haase-Fricke zur Flüchtlingssituation: „Wenn Menschen vor Massakern und Krieg fliehen, hat man die Pflicht zu helfen. Bedenkt man, wie gut es uns geht – ganz ehrlich – dann muss auch Geld für die Unterstützung von Flüchtlingen da sein.“

Denis Loeffke, Bürgermeister der Stadt Ilsenburg, zog Fazit. Dabei reichte sein Rückblick von den 50 neuen Eigenheimplätzen in Darlingerode bis hin zur Arbeitsmarktbilanz. „3.770 Arbeitsplätze gibt es inzwischen in Ilsenburg, Darlingerode und Drübeck. Das sind 185 mehr als im Vorjahr“, verriet Loeffke. Zudem berichtete der Bürgermeister von anstehenden Bauvorhaben. „Die Stahlwerkbrücke in Ilsenburg soll gebaut und eine Krippe in Darlingerode angebaut werden“, hob Loeffke zwei Beispiele hervor.  Aber auch die Akquisition von Fördergeldern – etwa für die Sanierung der Prinzess-Ilse-Grundschule in Ilsenburg – habe Priorität in der Ilsestadt, versicherte Denis Loeffke den Unternehmern der Region.

Joachim Luther, Geschäftsführer der Firmen Torlit und Vitec, hat inzwischen zwei Firmen am Standort Ilsenburg. Luther: „Hier war Platz, eine angenehme Umgebung und eine gute Infrastruktur.“  Die Entscheidung für Ilsenburg war richtig, so Luther. “Wo wir arbeiten, machen andere Urlaub.“ Albert Steffen, Geschäftsführer der Innowo Print AG, ist auf Wachstumskurs mit seiner Unternehmung. „Wir haben in Ilsenburg hervorragende Bedingungen.“