Gute Nachrichten im jüngsten Salon

Ilsenburgs Bürgermeister zieht positive Bilanz und informiert über aktuelle Projekte

Volksstimme/ Jörg Niemann - Nach einem in Sachen Investition relativ ruhigem Jahr 2017 könnten in diesem Jahr in Ilsenburg wichtige Projekte begonnen werden. Darüber informierte Bürgermeister Denis Loe e (CDU) beim Volksbank-Salon am Montagabend.

Der Volksbank-Salon ist eine andere Art Neujahrsempfang in Ilsenburg. Bei der diesjährigen Aufl age gab es am Montagabend einige Überraschungen. Vor allem von Bürgermeister Denis Loeffke. Die vielleicht wichtigste Aussage dürfte ein Großteil der vom Hochwasser Betroffenen besonders freuen. Wie Loeffke informierte, steht die Stadt kurz davor, das lang ersehnte Fördergeld für zwei wichtige Hochwasserschutz-Projekte zu erhalten. Zum einen betritt dies den Einlauf am Suenbach kurz vor der Ausfahrt zum Berghotel. Zum anderen soll es dann auch möglich sein, einen direkten Ablauf des Forellenteiches in die Ilse zu bauen, damit das Problem des überlaufenden Teiches in Zukunft gebannt ist. Die Signale aus Magdeburg seien so, dass die Bewilligung derIlsenburger Anträge unmittelbar bevorstehe, informierte Loeffke.

Der Verwaltungschef ließauch durchblicken, dass nach dem nicht ausgeglichenenHaushalt 2017 für das aktuelle Jahr ein ausgeglichener städtischer Haushaltsentwurf vorgelegt werden könne. „Noch sind nicht alle Zahlen im Detail vorhanden, aber im Großen und Ganzen sieht es für das neue Jahr gut aus“, sagte Denis Loeffke, der den Wirtschaftsvertretern gegenüber auch die Notwendigkeit der jüngsten Steuererhöhungen in der Stadt begründete.

Vor dem Bürgermeister hatte Volksbank-Vorstandssprecher Hans-Heinrich Haase-Fricke als Gastgeber die etwa 50 Gäste begrüßt. Ohne sie im einzelnen zu zählen, sprach Haase-Fricke von einem neuen Besucherrekord. Erstmals dabei war mit Gerald Fröhlich (parteilos), der Bürgermeister der NachbargemeindeNordharz.

Der Volksbank-Vorstand zog, wie zum Salon gewohnt, ein Fazit der weltwirtschaftlichen Lage und wagte einen Ausblick. Haase-Fricke betonte zunächst, dass die wichtigste Errungenschaft der aktuellen Entwicklung die Tatsache sei, dass in Mitteleuropa seit 73 Jahren Frieden herrsche. Ein starkes Europa sei dafür einer der Garanten. Dies spiegele sich auch in der Wirtschaftsentwicklung wider, die zumindest in Deutschland „brummt“. Aber auch die einstigen Problemländer der Eurozone hätten nach und nach ihre Hausaufgaben erledigt, sodass die Stärke des Euro-Raumes insgesamt gewachsen sei. Für die kommenden zwei bis drei Jahre geht Haase-Fricke von einer weiter wachsenden Konjunktur aus. Er verwies ausdrücklich darauf, dass diese Aussage nur auf wirtschaftlichen Eckdaten beruhe. Politische Krisen, wie etwa der weiter aktuelle Konflikt um Nordkorea, könnten die Wirtschaftsentwicklung aber bremsen. Beste Wünsche für einen erfolgreichen Start bei den Olympischen Winterspielen schickten die Gäste des Abends in Richtung Toni Eggert, der mit seinem Teampartner Sascha Benecken als einer der Goldfavoriten im Doppelsitzer der Rennschlittensportler in Südkorea starten wird.