Aus Pilotprojekt wird „Club der 100“

Projekt geht in die fünfte Runde

Volksstimme von Ingolf Geßler - Im Jahr 2013 wurde die Förderung der Trainerausbildung durch die Harzer Volksbank, Volksstimme und den Landes- und Kreisfußballverband als Pilotprojekt ins Leben gerufen. Mit dem fünften Lehrgang und der Verlosung der 100. geförderten Ausbildung zum Trainer C-Lizenz erlebte das Erfolgsprojekt am Dienstagabend sein erstes Jubiläum.

Schon ein Blick in die große Runde verdeutlichte, welch großes Ansehen das Projekt in der Öffentlichtkeit erlangt hat. Neben denfast vollzählig anwesenden Trainer anwärtern sorgten zahlreiche Ehrengäste für einen würdigen Rahmen der Auftaktveranstaltung. Auch der MDR wollte die Verlosung der 100. geförderten Trainer-Lizenz mit Live-Bildern festhalten. Der Fußballverband Sachsen-Anhalt um Präsident Erwin Bugar war mit einem Großteil seiner Führungsriege dabei, ebenso Landrat Martin Skiebe, Vertreter der Wirtschaft und auch ein Vorstand der Volksbank Halle. Jan Röder wollte sich vor Ort ein Bild vom Erfolgsprojekt im Harz machen, um es zukünftig auch in der heimischen Saalestadt zu etablieren. Nachdem die Ehrengäste in den Grußworten noch einmal die große geselschaftliche Bedeutung und Nachhaltigkeit des Projektes betonten (siehe Rubrik „Stimmen“), erläuterte Christian Reinhardt, Geschäftsführer des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt, anhand einer gut nachvollziehbaren Übersicht, welche Werte mit dem Projekt der Trainerausbildung im Verlauf der letzten fünf Jahre geschaffen wurden.

Trainerprojekt bringt geschätzt 28 000 Stunden

Obwohl die Werte in Bezug auf die noch im Amt befi ndlichen Trainer, die betreuten Kinder und die geleisteten Stunden in puncto Training und Spielbetreuuung eher niedrig angesetzt wurden, kamen am Ende erstaunliche Zahlen heraus: 650 betreute Kinder (aktuell pro Saison), 28 000 geleistete Stunden und – der Mindestlohn vorausgesetzt – eine Wertschätzung von 250 000 Euro.„Ich weiß nicht, ob es in Sachsen-Anhalt noch ein Projekt gibt, bei dem derart viele Arbeitsstunden geleistet werden. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit ist das etwas ganz phantastisches“, so Christian Reinhardt. „Ich hätte nie vermutet, dass wir mit diesem Projekt so viele Stunden leisten und so viele Kinder glücklichgemacht haben“, zeigte sich auch Hans-Heinrich Haase-Fricke, von dem 2013 die Initiative für dieses Projekt ausging, von den Zahlen überrascht.

Zwei VIP-Tickets als Zugabe zum Jubiläum verlost

Auch zur Trainerausbildung 2018 waren wieder frühzeitig alle 25 Plätze ausgebucht. In bewährter Form wurde zunächst jedem Verein ein Ausbildungsplatz garantiert, fünf weitere wurden per Los vergeben. Thomas Helmuth, Regionalverlagsleiter der Volksstimme, bewies als „Losfee“ ein gutes Händchen: Mit Mario Fehnle(SV Westerhausen), Konstantin Greubel (Germania Wernigerode), Ulf Schwertfeger (Stahl Thale), Konstantin Rust (Germania Halberstadt) und Mario Schwarze (SG Lüttgenrode) bekamen Vertreter aus fünf verschiedenen Vereinen und allen „Ecken“ des Harzkreises einen weiteren geförderten Platz bei der Trainerausbildung. Zum Jubiläum gab es dann noch eine besondere Aktion: Zwei Traineranwärter bekamen per Los ein VIP-Ticket für ein Bundesliga-Heimspiel des VfL Wolfsburg. Hier hatte Ulf Schwertfeger gleich noch einmal Glück, als zweiter Los-Gewinner kann sich Daniel Wüstemann von der SG Lüttgenrode über einen Besuch in der Volkswagen-Arena freuen. Mit abschließenden Worten lobte Kreislehrwart Heinzekhart Fuchs vor allem das Engagement der Traineranwärter, die „110 Stunden in die Ausbildungslehrgänge investieren und dabei ein gutes Trainerverhältnis untereinander entwickeln“. Auch die ständige Weiterbildung fordere das Ehrenamt aller Trainer. KSBPräsident Hening Rühe hob noch einmal die Konstanz und Nachhaltigkeit des Projektes hervor, dies sei enorm wichtig für die oft „klammen“ Vereine.