Werbung für das Festjahr

Die Harzer Volksbank will sich mit den Kunden selbst in Veranstaltung einbringen.

Mitteldeutsche Zeitung von Andreas Brückner - Das ereignisreiche Festjahr 2019 mit“ den „drei Säulen 1100 Jahre Königserhebung Heinrich I., 30 Jahre friedliche Revolution und 25 Jahre Unesco-Welterbe“, wie sie Organisationschefin Ursule Rudolph beschrieb, sowie die Ausrichtung des Sachsen-Anhalt-Tages werfen ihre Schatten voraus auch bei der Harzer Volksbank in Quedlinburg. „Wieso stehen wir denn noch nicht auf der Liste der Sponsoren?“ Die eher rhetorisch gemeinte Frage von Bankvorstand Heino Oehring beantwortete er gleich selbst: „Natürlich werden wir uns engagieren.“

Die Stadt Quedlinburg und die Harzer Volksbank berichteten zum Stand der Planung für das bevorstehende Festjahr.
Heino Oehring und Frank Ruch standen Rede und Antwort für das Quedlinburger Festjahr 2019.

Nicht umsonst hatte der Vorstand der Bank gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Ruch (CDU) vor allem einheimische Unternehmer, aber auch Verantwortliche von Stiftungen und Vereinen zu einem „Kommunaldialog“ in das Gebäude im Steinweg eingeladen. „Wir wollen uns nicht nur selbst in das Festjahr einbringen, sondern auch unsere wichtigen Kunden mit ins Boot holen, damit die Veranstaltungen zu einem großen Erfolg für die Stadt werden“, erklärte Oehring den Hintergrund der Aktion.

Die Macher aus dem Rathaus stellten den Besuchern zunächst die einzelnen Themen samt Planungen für 2019 vor, die Quedlinburg vor allem im ersten Halbjahr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken werden. Allein zum Sachsen-Anhalt-Tag werden an drei Tagen rund 150000 Gäste erwartet, weshalb der Verkehr aus der Innenstadt verbannt wird. „Das wird auch Einschränkungen für die Einwohner mit sich bringen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Scheller. Was haben dann die Bürger von solch einem Festmarathon? Auch diese Frage stand in der offenen Gesprächsrunde zur Diskussion. „Neben dem Image-Gewinn fließt dadurch viel Geld in die Stadt, wodurch wir die nächsten Vorhaben umsetzen können“, sagte Ruch und nannte neben dem langfristigen Projekt „Stiftsberg“ das Freizeit-‚ Sport und Erholungszentrum im Osten der Stadt. „Im nächsten Jahr geht es  richtig los“, versprach er.  

Wo der Sachsen-Anhalt Tag statt findet erklärt Henning Rode.
Henning Rode (Wirtschaftsförderer) skizzierte die Veranstaltungsorte innerhalb Quedlinburgs.

Der Wohnungs und Häuserbauu schreite voran, dafür würden unter anderem Areale im Kleers, in der Süderstadt oder an der Bode („Brauns Quartier“) vorgehalten, Einer der Zuhörer verwies auf den schlechten Zustand des Bahnhofes, „an dem ein Teil der Besucher einen ersten Eindruck von der Stadt erhalten wird und keinen guten“. Verbesserungen wären wegen der Eigentumsverhältnisse schwierig, so Hugh; „Das Gebäude selbst hat einen privaten Besitzer, alles andere gehört der Deutschen Bahn.“ Ihn ärgere auch, dass Letztere die Sanierung der Bahnsteige immer weiter nach hinten geschoben hat. „Nun sollen die Bauarbeiten wohl erst im zweiten Halbjahr 2019 beginnen.“ Die Stadt werde alle anderen Bereiche, wie den Vorplatz, verschönern, „ohne dabei die Wiesen grün zu streichen, wie es früher einmal üblich war“.  Obwohl es weniger mit dem Festjahr in Verbindung stand, kritisierte ein anderer Gast die Verkehrssituation im Ditfurter Weg: „Auf der Suche nach einem kostenlosen Parkplatz geht es oft nur im Schneckentempo voran.“ Er plädierte deshalb für den Bau eines Parkhauses. Das sei allerdings Sache des Klinikums, antwortete Scheller, der aber die Situation kenne und auf gemeinsame Kontrollen der Stadt mit der Polizei verwies.

„Für uns war der Abend ein Erfolg“, so Bankvorstand Oehring. „Er wird dazu beitragen, dass die Organisatoren ihr Ziel, viele in die Vorbereitungen auf 2019 einzubeziehen, erfüllen können.“