Grüne Sparschweine gut gefüttert

Spenden-Erlös der Atriumgespräche geht an fünf Vereine aus Aschersleben.

ASCHERSLEBEN/MZ VON KERSTIN BEIER - „Das Geld kommt uns wie gerufen“, sagt Nico Meinicke, Präsident der Ascherslebener Tigers. Für den U12-Nachwuchs bei den Basketballern sollen tiefer gehängte Korbanlagen angeschafft werden. Und die sind recht teuer. Nicht nur für die Tigers, auch für die Bigband, die Volkssolidarität, den Tierschutzverein und den Förderverein der Adam-Olearius-Schule ist der Freitag ein Tag zum Freuen. Denn auch sie profitieren vom Erlös der Atriumgespräche, die die Harzer Volksbank im vergangenen Jahr zum vierten Mal veranstaltet hatte.

Fast 5 000 Euro konnte die Benefizveranstaltung „einspielen“. Eingeladen waren Vertreter aus der Wirtschaft, aus Kultur, aus Verbänden und Einrichtungen, die reichlich Gelegenheit hatten, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und den Ausführungen des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner zu lauschen. „Die Gäste zahlen keinen Eintritt, sondern entscheiden selbst, wie viel sie zugunsten von hiesigen Vereinen spenden möchten“, erklärt Heino Oehring,, Vorstand der Harzer Volksbank. Natürlich wünschen sich die Veranstalter, dass die Gäste möglichst tief ins  Portemonnaie greifen in dem Wissen, dass ihre Spenden in der Region bleiben und dazu beitragen, das kulturelle Leben zu fördern.

Übergeben werden die Erlöse von einigen der Sponsoren, die den Abend entweder finanziell unterstützen oder mit ihren Firmen für Speis’ und Trank sorgen. So kümmert sich die Firma Keunecke beispielsweise ums Büfett, die Harzer Mineralquelle Blankenburg spendiert die alkoholfreien Getränke, und die Hasseröder Brauerei lässt das Bier fließen. Indem sie dafür kein Geld nehmen, minimieren sie die Kosten des Abends.

Keunecke-Geschäftsführer Ekkehard Heilemann entscheidet sich spontan, den beiden Vertretern der Bigband ihr grünes Sparschwein mit den symbolischen tausend Euro zu überreichen. „Ich nehme die Bigband“, ruft er fröhlich in die Runde und verrät auf Nachfrage, er sei ein großer Musikfan. Posaunistin Sarah Neumann und Trompeter Nicolai Erpilev freuen sich sichtlich. „Wir möchten neue Instrumente kaufen und auch an unserer Webseite arbeiten, um künftig besser erreichbar zu sein“, sagt Sarah Neumann.

Eva Dinh Cong, Leiterin der Speisekammer, weiß ebenfalls schon, wofür das Geld verwendet werden kann: „Wir gestalten jedes Jahr für die Kinder unserer Speisekammer-Gäste eine Oster und eine Einschulungsfeier. Dafür können wir das Geld sehr gut gebrauchen.“