Festpremiere für „Typisch Harz“

Wie der Bauenverband für seine Leistungschau in Reinstedt neue Akzente setzen will

Von Dieter Kunze/Volksstime - Der letzte Sonntag im Juni ist jedes Jahr für das Harzer Landwirtschaftsfest im Ortsteil Reinstedt der Stadt Falkenstein/Harz reserviert. Die Organisatoren sind optimistisch, auch bei der 22. Ausgabe die richtige Mischung gefunden zu haben.

Das Konzept hat sich bewährt, doch ein paar neue Eckpunkte wollen die Organisatoren beim 22. Harzer Landwirtschaftsfest am 30. Juni setzen. Wie Diana Borchert als Geschäftsführerin des Bauernverbandes Nordharz bei der Auftakt-Pressekonferenz in den Räumen der Harzer Volksbank in Wernigerode ankündigte, soll es in Reinstedt erstmals eine kleine Straße mit Anbietern mit dem Label des Tourismusverbandes „Typisch Harz“ geben. Damit wolle man auf die regionale Verbundenheit solcher Anbieter wie der Brockenbauer Thielecke, die Obstplantage Kundt in Aspenstedt, die Mosterei Kühlmann, die „Harzer Fichtel“ und Harzkeramik aufmerksam machen.

Bei den Tierschauen präsentiert sich diesmal die Rinder-Allianz mit der Fleischrinderschau. Der Haflingertag und die Fohlenschau des Pferdezuchtverbandes Ostharz sowie die Schau des Schäfervereins Harzer Land gehören ebenfalls zum Programm. Auf dem Gelände des Reitclubs Reinstedt und der Neuseeland Agrar GmbH werden wieder rund 5000 bis 8000 Besucher zu der größten Agrarschau im Norden Sachsen-Anhalts erwartet. Auch Sachsen-Anhalts Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) hat zugesagt.

Anbieter suchen direkten Kontakt mit Verbrauchern

„Wir wollen unseren Verbrauchern zeitgemäße, nach den Regeln der guten fachlichen Praxis handelnde Landwirtschaft näherbringen“, sagte Diana Borchert. An diesem Tag stehe im Vordergrund, den direkten Kontakt zwischen Landwirten und Tierzüchtern mit der der Bevölkerung herzustellen. Über 90 Ausstellungs- und Verkaufsstände sind angemeldet, vor allem landwirtschaftliche Direktvermarkter sowie der Landwirtschaft verbundene Institutionen und Organisationen. Interessierte Händler, welche den Bauernmarkt noch bereichern möchten, können sich gern beim Bauernverband per Telefon (0 39 41) 44 21 70 oder E-Mail bvnordharz@bauernverbandst.de melden. Vor Ort wird vielfältig auch über Grüne Berufe und berufliche Perspektiven informiert.

Die Schau der Rassegeflügel- und Kleintierhalter soll dazu beitragen, für jugendlichen Nachwuchs zu werben. „Den brauchen wir in vielen Betrieben“, sagte Verbandsvorsitzender Wilfried Feuerstack. Moderne Landtechnik, aber auch die historische Schlepperparade gehören zu den traditionellen Programmpunkten. Um 12 Uhr startet die große Musikschau, der sich die Siegerehrung der Tierzüchter anschließt. Mit Unterstützung der Harzer Volksbank konnte die Internetpräsentation des Bauernverbandes Nordharz „aufgefrischt“ werden. Neu ist auch die Gestaltung des jährlichen Kalenders mit den besten Fotos des Festes. Wie Ronald Göttel von der beauftragten Agentur Media Konzept ankündigte, wird es den Fotokalendererstmals für jedermann zu erwerben zu geben – an den Ausstellungskassen sowie in den Harzer Buchhandlungen und Volksbank-Filialen. Im Eintrittspreis von sieben Euro sind die Parkplatzgebühren bereits enthalten. Das soll für eine schnellere Anreise mit dem Pkw sorgen. Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren zahlen vier Euro.